Lactobacillus – Wundermittel für den Darm? (2024)

Lactobacillus-Bakterien spielen in vielen unterschiedlichen Lebensbereichen eine Rolle. Die kleinen Lebewesen sind beim Menschen Bestandteil des Mikrobioms des Magen-Darm-Trakts und der Haut. In fermentierten Lebensmitteln wie Joghurt, Sauerkraut oder Sauerteig kommen sie ebenfalls vor. Lactobacillus (Mehrzahl: Lactobacilli) vergärt Kohlenhydrate zu Milchsäure und säuert damit seine Umgebung an. Dieser Artikel beschreibt die Anwendungsbereiche von Lactobacillus und sein Potenzial, Krankheiten zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.

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Was ist Lactobacillus?

Schon vor Tausenden von Jahren wurden die Vorzüge von sauer gewordener Milch in Form von Joghurt, Käse oder Kefir entdeckt. Hauptverantwortlich für die Säuerung der Milch ist Lactobacillus, eine Gattung stäbchenförmiger Bakterien aus der Familie der Milchsäurebakterien. Von ihrem früh entdeckten Anwendungsbereich leitet sich auch ihre Bezeichnung ab. Lactis steht im lateinischen für Milch, bacillus für ihre Stäbchenform. Lactobacillus setzt verschiedene Kohlenhydrate zu Milchsäure um und senkt dadurch den pH-Wert seiner Umgebung.

Vielen ist der Begriff Lactobacillus schon einmal auf dem Joghurtbecher aufgefallen. Die Art Lactobacillus acidophilus (L. acidophilus) wird insbesondere zur Herstellung von mildem Joghurt verwendet. Oft werden Kombinationen mit anderen Lactobacilli genutzt, unter anderem L. casei oder L. bulgaricus.

Schon sehr früh im Leben kommt man zum ersten Mal mit Milchsäurebakterien in Kontakt: schon im Geburtskanal treffen Babys nämlich auf mütterliche Lactobacilli. Sie besiedeln Haut und Darm und sind essentiell für die Gesundheit. Auch in Magen und Mund befinden sich Lactobacilli. In der vagin* bilden sie mit 90 bis 100 Prozent sogar den Hauptanteil der Bakterien.1

Welche Lactobacillus-Arten gibt es?

Die Bakteriengattung Lactobacillus lässt sich in verschiedene Arten unterteilen, die sich in ihrem Stoffwechsel voneinander unterscheiden. Heutzutage zählt man über 170 verschiedene Arten.2 Die Klassifikation in Arten gestaltet sich bei Bakterien jedoch sehr schwierig, da sie sehr schnell genetisches Material verändern können und so neue Arten bilden.

Bedeutende Vertreter der Lactobacillus-Arten sind:

  • Lactobacillus reuteri
  • Lactobacillus acidophilus
  • Lactobacillus rhamnosus
  • Lactobacillus casei
  • Lactobacillus gasseri
  • Lactobacillus plantarum
  • Lactobacillus bulgaricus
  • Lactobacillus helveticus
  • Lactobacillus paracasei
  • Lactobacillus fermentum
  • Lactobacillus brevis
  • Lactobacillus delbrueckii
  • Lactobacillus lactis
  • Lactobacillus bifidus
  • Lactobacillus bifidum
  • Lactobacillus crispatus
  • Lactobacillus salivarius

Was ist der Unterschied zwischen hom*ofermentativen und heterofermentativen Lactobacilli?

Es gibt Lactobacilli, die Kohlenhydrate nur zu Milchsäure abbauen. Hierbei spricht man von einem hom*ofermentativen Stoffwechsel. Wenn die Lactobacilli Kohlenhydrate nicht nur zu Milchsäure, sondern auch zu anderen Gärprodukten wie Kohlendioxid und Essigsäure abbauen, spricht man von einem heterofermentativen Stoffwechsel. Beispiele für die erste Gruppe (hom*ofermentativ) sind L. acidophilus und L. salivarius. Beispiele für die zweite Gruppe (heterofermentativ) sind L. reuteri, L. fermentum und L. brevis.

Welche Wirkung hat die Gärung von Lactobacillus?

Lactobacillus setzt zur eigenen Energiegewinnung verschiedene Zucker zu Milchsäure um und macht dadurch seine Umgebung sauer. Diese Säuerung ist nicht nur ein Nebenprodukt der Energiegewinnung, sondern hat für das Bakterium auch einen weiteren Vorteil: Fremde Bakterien werden in dieser sauren Umgebung am Wachstum gehindert. So kann Lactobacillus die vorhandenen Nährstoffe selbst verbrauchen. Dieses Verhalten bezeichnet man als Antagonismus.

Zur Bekämpfung anderer Bakterien nutzt Lactobacillus weitere Strategien. Durch die Produktion verschiedener antimikrobieller Substanzen erreicht das Bakterium antagonistische Wirkung gegen eine Vielfalt fremder oder krankheitserregender Bakterien und Pilze.3

Welche Bedeutung hat Lactobacillus im Darm?

Millionen von Lactobacilli besiedeln den gesamten menschlichen Verdauungstrakt und helfen bei der Verdauung mit. Insbesondere im Dünndarm spielen sie eine wichtige Rolle beim Abbau von Ballaststoffen. Ballaststoffe sind spezielle Kohlenhydrate, die vor allem in Vollkornprodukten und Gemüse vorkommen. Sie sind für den Menschen allein nicht verdaulich und würden unverdaut zu Darmproblemen führen. Mikroben wie Lactobacilli sind jedoch in der Lage, diese Ballaststoffe mit Hilfe spezieller Enzyme zu spalten und in Milchsäure umzusetzen. Milchsäure ist für den Darm gut verträglich und ein bedeutender Schutzfaktor.

In welchen Bereichen wird Lactobacillus verwendet?

Die Wirkweise von Lactobacillus macht man sich heutzutage in vielen Anwendungsbereichen zunutze. Die Säuerung durch Lactobacillus-Fermentation hat eine konservierende Wirkung und dient daher zur Haltbarmachung von Lebensmitteln.3

Von besonderem Interesse ist die positive Wirkung von Lactobacillus auf Gesundheit und Wohlbefinden. Lactobacillus kann aufgrund seiner antagonistischen Wirkung als natürliche Behandlungsmethode verschiedener Erkrankungen verwendet werden. Zum Beispiel bei der Bekämpfung von Verdauungsstörungen kann das Bakterium einen wesentlichen Beitrag leisten.4 Durch Ansäuern der Umgebung werden krankheitsauslösende Keime bekämpft und die Symptome gelindert. Auch bei einer Pilzinfektion der vagin* können die Erreger durch eine Behandlung mit Lactobacillus verdrängt werden.

Wie können Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus plantarum das Immunsystem stärken?

Die von Lactobacilli produzierte Milchsäure ist eine wichtige Energiequelle für weitere Darmmikroben. Diese bilden daraus Buttersäure, die von Epithelzellen im Darm benötigt wird. Darmepithelzellen bilden einen wichtigen Bestandteil der Darmbarriere. Die Barriere stellt die Kontaktfläche zwischen menschlichem Gewebe und Darmbakterien, einschließlich Krankheitserregern, dar. Eine Störung dieser Barriere würde Erreger und Toxine aus dem Darm in den Blutkreislauf gelangen lassen. Lactobacilli helfen jedoch dabei, diese Barriere aufrechtzuerhalten und unterstützen dadurch indirekt das Immunsystem.

Bestimmte Vertreter der Lactobacilli heften sich an das Darmepithel, interagieren direkt mit den Epithelzellen und stimulieren Immunzellen. Dies wurde bereits für Stämme der Arten Lactobacillus acidophilus und Lactobacillus plantarum nachgewiesen.5

Welchen gesundheitlichen Nutzen hat die Einnahme von Lactobacillus-Bakterien?

Lactobacilli nimmt man natürlicherweise durch fermentierte Lebensmittel zu sich. So kann man von ihrer gesundheitsförderlichen Wirkung profitieren. Es gibt jedoch auch verschiedene Lactobacillus-Präparate (Probiotika), mit denen gezielt eine gewünschte gesundheitliche Wirkung erreicht werden soll. Folgende gesundheitliche Effekte sind derzeit Gegenstand der Forschung und Inhalt von Erfahrungsberichten:5, 6, 7

  • Förderung der Verdauung und Verringerung von Blähungen und Verstopfung
  • Verdrängung von krankheitserregenden (pathogenen) Keimen im Darm durch eine Ansäuerung der Umgebung
  • entzündungshemmende Wirkung im Darm
  • Linderung der Symptome bei Reizdarmsyndrom und bei Leaky-Gut-Syndrom (Schädigung der Darmbarriere und Eindringen von schädlichen Bakterien und Toxinen)
  • Stärkung des Immunsystems und dadurch selteneres Auftreten von Erkältungen und Infekten
  • verringerte Insulinresistenz und verbesserte Glukosetoleranz
  • anti-entzündliche Wirkung bei Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose
  • positiver Einfluss auf psychisches Wohlbefinden
  • Verdrängung des Keims Helicobacter pylori aus dem Magen und Linderung der Beschwerden
  • Schutz vor Karies und Parodontose
  • verbessertes Hautbild bei Akne
  • Gewichtsverlust bei Übergewichtigen, unter anderem durch Regelung des Appetit*

Was ist der Unterschied zwischen Probiotika und Präbiotika?

Probiotika sind Zubereitungen aus lebenden Mikroorganismen, die positive gesundheitliche Wirkungen haben. In entsprechenden Produkten können Bakterien wie Lactobacilli, aber auch andere Mikroorganismen wie Hefen enthalten sein. Probiotika gibt es in Form von Nahrungsmitteln wie Joghurt, aber auch als Nahrungsergänzungsmittel. Während Probiotika also selbst Mikroorganismen enthalten, sind Präbiotika (manchmal auch Prebiotika geschrieben) lediglich Nahrung für die im menschlichen Darm angesiedelten Bakterien. Dabei handelt es sich um für Menschen unverdauliche Pflanzenbestandteile (sogenannte Ballaststoffe) wie Inulin und Oligofruktose. Sie fördern das Wachstum und die Aktivität des Mikrobioms, das diese Stoffe wiederum zu gesundheitsfördernden Molekülen abbaut.

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Welche Wirkung hat Lactobacillus reuteri?

L. reuteri hat in den letzten Jahren in verschiedenen Bereichen Aufmerksamkeit erregt, da eine große Bandbreite an gesundheitlichen Wirkungen beobachtet wurde. Dazu gehören7:

  • Stärkung der Immunabwehr und aktive Mitwirkung bei der Bekämpfung von Infektionen
  • Beitrag zur Mundgesundheit
  • Behandlung von Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern
  • Verminderung des Allergie-Risikos
  • Förderung der Verdauung
  • Verringerung von Übergewicht

Einige Studien weisen darauf hin, dass L. reuteri das Risiko für Zahnfleischentzündungen minimieren und Zahnbelag reduzieren könnte. Allerdings fehlen noch Studien, die diesen Zusammenhang hinreichend beweisen.8

Bei kleinen Kindern können durch Viren ausgelöste Durchfälle mithilfe einer L. reuteri-Behandlung schneller gelindert werden. Zudem wird Darminfektionen nachweislich vorgebeugt. Auch im Falle von Drei-Monats-Koliken führt die Behandlung mit Lactobacillus reuteri bei einigen Kindern zu einer Besserung. Bei manchen Kindern tritt jedoch kein Effekt ein. Daher sollte der Einsatz nur unter Absprache mit einem Arzt erfolgen.8

Ist eine Gewichtsreduktion mit Hilfe von Lactobacillus gasseri möglich?

Die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms hat laut aktueller Forschung Einfluss auf das Körpergewicht. Ein gestörtes Gleichgewicht des Mikrobioms kann nicht nur zu Problemen der Darmgesundheit, sondern auch zu Gewichtszunahme führen. Dabei gibt es einige Bakterienkolonien, die mit einem schlanken Körper in Verbindung gebracht werden. Andere begünstigen Übergewicht und Stoffwechselkrankheiten. Der Zusammenhang ist sehr komplex und von Forschern noch nicht vollständig verstanden. Probiotika sollen jedoch dazu beitragen, ein gestörtes Gleichgewicht wiederherzustellen und damit Gewicht zu reduzieren.8

Eine regelmäßige Einnahme von Lactobacilli reduzierte in verschiedenen Studien Bauchfett, Gewicht und Appetit. Eine signifikante Bauchfett- und Gewichtsreduktion konnte insbesondere durch die Einnahme von L. gasseri erreicht werden. Andere Lactobacilli wie L. acidophilus zeigten dagegen eine konträre Wirkung und führten in einer Studie zu einer Gewichtszunahme.9 Allerdings sind diese Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen, da in jedem Fall die Höhe der Kalorienaufnahme entscheidend für die Gewichtsreduktion ist. Grundsätzlich sind eine gesunde, kalorienreduzierte Ernährung und Bewegung zum Abnehmen unerlässlich. Allerdings kann der Effekt durch die Einnahme von L. gasseri möglicherweise unterstützt werden.

Wie werden Lactobacilli-Präparate eingenommen?

Bislang ist noch unklar, in welcher Menge Lactobacilli tatsächlich in den Darm gelangen. Daher liegen keine einheitlichen Einnahmeempfehlungen vor. Dosierungsempfehlungen werden auf dem jeweiligen Präparat angegeben.

Lactobacilli-Präparate gibt es in Kapselform, als Pulver, Tropfen oder fertige Getränke. Der entscheidende Vorteil der Kapselform ist ihre Hülle, die gegenüber Magensaft resistent ist. Sie stellt sicher, dass möglichst viele lebende Bakterien im Darm ankommen und nicht vorher von der Magensäure zersetzt werden.10

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Lactobacillus auftreten?

Lactobacillus ist als Probiotikum natürlicherweise gut verträglich und wird als sicher eingeordnet. Nebenwirkungen treten sehr selten auf. Meist haben Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen oder bei zu hoher Dosierung Probleme. In diesen Fällen wurden Magenbeschwerden und Flatulenzen,11 in seltenen Fällen auch Konzentrationsstörungen und Verwirrtheit beobachtet. Die genauen Auswirkungen einer Manipulation des Mikrobioms durch die zusätzliche Einnahme verschiedener Bakterien-Kulturen können jedoch noch nicht genau abgeschätzt werden.12

Vereinzelt können Lactobacillus-Bakterien auch an Infektionen beteiligt sein. Jedoch zeigte sich in mehreren Studien kein Zusammenhang zur Einnahme von Probiotika.5

Wann wird von der Verwendung von Lactobacilli abgeraten?

Bei gesunden Menschen ist die Einnahme von Lactobacilli als sicher eingestuft. Tritt jedoch eine der folgenden Grunderkrankungen oder Vorbedingungen auf, können Nebenwirkungen beobachtet werden11:

  • Immunsuppression
  • schwere Durchfallerkrankungen
  • Erkrankungen der Herzklappen
  • Einnahme von bestimmten Antibiotika
  • langfristig offene Wunden und potenzielle Eintrittspforten für Bakterien (zum Beispiel zentrale Venenkatheter)

Diese Risikogruppen sollten die Einnahme von Lactobacilli mit einem Arzt absprechen.

Wo kann man Lactobacilli kaufen?

Sowohl in der Apotheke, in Drogerien als auch im Internet gibt es ein breites Angebot verschiedener Lactobacilli-Präparate zu kaufen. Da sie Probiotika sind, gelten sie als Nahrungsmittel und nicht als Medizin und sind daher problemlos erhältlich.

Zusammenfassung

Bakterien der Gattung Lactobacillus haben für den Menschen eine essentielle Bedeutung. Ihre fermentativen Eigenschaften macht man sich für die Haltbarmachung von Lebensmitteln zunutze, zum Beispiel bei Joghurt oder Sauerkraut. Außerdem sind die Milchsäurebakterien auch ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Mikrobioms und unterstützen Verdauungsprozesse.

Aktuelle Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Lactobacilli weitreichende Effekte auf die Gesundheit haben. Reduzierung von Darmbeschwerden, Unterstützung des Immunsystems, erleichterte Gewichtsreduktion sowie eine Verbesserung der psychischen Gesundheit sind nur einige Beispiele für Wirkungen, die den Bakterien zugeschrieben werden.

  1. Heeney DD, Gareau MG, Marco ML. Intestinal Lactobacillus in health and disease, a driver or just along for the ride? Curr Opin Biotechnol. 2018 Feb;49:140-147. Doi:10.1016/j.copbio.2017.08.004.

  2. Goldstein EJC, Tyrrell KL, Citron DM. Lactobacillus species: taxonomic complexity and controversial susceptibilities. Clin Infect Dis. 2015 May 15;60 Suppl 2:S98-107. Doi:10.1093/cid/civ072.

  3. Kok CR, Hutkins R. Yogurt and other fermented foods as sources of health-promoting bacteria. Nutr Rev. 2018 Dec 1;76(Suppl 1):4-15. Doi:10.1093/nutrit/nuy056.

  4. Vandenplas Y, Huys G, Daube G. Probiotics: an update. J Pediatr (Rio J). 2015 Jan-Feb;91(1):6-21. Doi:10.1016/j.jped.2014.08.005.

  5. Azad MAK, Sarker M, Li T, Yin J. Probiotic Species in the Modulation of Gut Microbiota: An Overview. Biomed Res Int. 2018 May 8;2018:9478630. Doi:10.1155/2018/9478630.

  6. Mu Q, Tavella VJ, Luo XM. Role of Lactobacillus reuteri in Human Health and Diseases. Front Microbiol. 2018 Apr 19;9:757. Doi:10.3389/fmicb.2018.00757.

  7. Maruvada P, Leone V, Kaplan LM, Chang EB. The Human Microbiome and Obesity: Moving beyond Associations. Cell Host Microbe. 2017 Nov 8;22(5):589-599. Doi:10.1016/j.chom.2017.10.005.

  8. Cagetti MG, Mastroberardino S, Milia E, Cocco F, Lingström P, Campus G. The use of probiotic strains in caries prevention: a systematic review. Nutrients. 2013 Jul 5;5(7):2530-50. Doi:10.3390/nu5072530.

  9. Crovesy L, Ostrowski M, Ferreira DMTP, Rosado EL, Soares-Mota M. Effect of Lactobacillus on body weight and body fat in overweight subjects: a systematic review of randomized controlled clinical trials. Int J Obes (Lond). 2017 Nov;41(11):1607-1614. Doi:10.1038/ijo.2017.16.

  10. McFarland LV, Ship N, Auclair J, Millette M. Primary prevention of Clostridium difficile infections with a specific probiotic combining Lactobacillus acidophilus, L. casei, and L. rhamnosus strains: assessing the evidence. J Hosp Infect. 2018 Aug;99(4):443-452. Doi:10.1016/j.jhin.2018.04.017.

  11. Williams NT. Probiotics. Am J Health Syst Pharm. 2010 Mar 15;67(6):449-58. Doi:10.2146/ajhp090168.

  12. Rao SSC, Rehman A, Yu S, Andino NM de. Brain fogginess, gas and bloating: a link between SIBO, probiotics and metabolic acidosis. Clin Transl Gastroenterol. 2018 Jun 19;9(6):162. Doi:10.1038/s41424-018-0030-7.

Lactobacillus – Wundermittel für den Darm? (2024)

FAQs

Lactobacillus – Wundermittel für den Darm? ›

Durchfall und Reizdarm behandelt medizinisches Personal gern mit Lactobacillus rhamnosus GG. Bei Blähungen und Verstopfungen sind Bifidobacterium infantis oder Lactobacillus casei Shirota das Mittel der Wahl.

Welche Lactobacillus für Darm? ›

Lactobacillus casei steckt vor allem in fermentierten Milchprodukten und kommt von Natur aus bei Menschen im Magen-Darm-Trakt vor. Das Bakterium lindert unter anderem Entzündungen und kann vor Erregern schützen, die Durchfall auslösen.

Wann sollte man Probiotika nicht nehmen? ›

Professor Sturm empfiehlt, bei schweren Darmentzündungen, Bauchspeicheldrüsenentzündungen oder auch bei Krebsformen, sollte man nicht unbedingt Probiotika einnehmen, weil der Körper mit der hohen Bakterienzahl möglicherweise nicht gut zurechtkommt.

Kann man zu viele Laktobazillen nehmen? ›

B. der Bakterienstamm Lactobacillus rhamnosus GG (LGG) erstmals 1983 aus dem menschlichen Darm isoliert und zählt ebenfalls zu den am besten untersuchten Milchsäurebakterien. Hinweis: Eine übermäßige Einnahme von lebensfähigen Mikroorganismen kann ein Ungleichgewicht im Darm hervorrufen.

Wie lange Laktobazillen einnehmen? ›

Dauer der Einnahme von Probiotika

Grundsätzlich sollte sich die Dauer an den persönlichen Beschwerden und dem eigenen Wohlbefinden orientieren. Im Durchschnitt werden Probiotika zwischen 4 und 12 Wochen eingenommen.

Welche Lebensmittel enthalten Lactobacillus? ›

Die Menschen entdeckten, dass sauer gewordene Milch nutzbar und lecker sein kann: in Form von Joghurt, Kefir oder Käse beispielsweise. Dafür ist vor allem Lactobacillus verantwortlich – ebenso wie für Säuerungsvorgänge zur Herstellung von Sauerteigbrot, Sauerkraut oder anderen eingelegten Gemüsesorten.

Kann man zu viel Milchsäurebakterien zu sich nehmen? ›

Es ist nicht unüblich, dass Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen auftreten, wenn du zu viele Milchsäurebakterien auf einmal einnimmst und dein Körper das noch nicht kennt. Das Wichtigste ist jedoch, dass du die Milchsäurebakterien sehr konsequent nimmst.

Kann man mit Probiotika was falsch machen? ›

Die Einnahme von Probiotika, Präparaten mit lebensfähigen Mikroorganismen, kann auch unerwünschte Wirkungen haben. Gerade bei übermäßigem Gebrauch können Fehlbesiedlungen und daraus resultierende Symptome wie Blähungen, Flatulenz und Verwirrtheitszustände die Folge sein.

Sollte man jeden Tag Probiotika nehmen? ›

Probiotika können täglich als Teil einer gesunden Ernährung eingenommen werden. Besonders empfehlenswert sind sie während und nach einer Antibiotikatherapie, um die durch Antibiotika gestörte Darmflora wiederherzustellen.

Wie lange darf man Darmbakterien einnehmen? ›

Normalerweise nimmt man Probiotika 4 bis 12 Wochen lang. Nimmt man Probiotika begleitend zu einer Antibiotikatherapie sowie danach, dann ist eine Mindesteinnahme von 3 Wochen sinnvoll – so ein Review von 82 Studien mit insgesamt 11.000 Teilnehmern.

Was passiert wenn man zu viel Darmbakterien hat? ›

Wenn die falschen Darmbakterien in der Überzahl sind, kann das zu starken Flatulenzen führen. Sorgst du hingegen dafür, dass dein Darm wieder mehr von nützlichen Darmbakterien besiedelt wird, gehören Blähungen und ein schmerzend aufgeblähter Bauch mit hoher Wahrscheinlichkeit schon bald der Vergangenheit an.

Welche Nebenwirkungen haben Probiotika? ›

Prinzipiell gilt: Erstverschlimmerung: Anfängliche Symptome wie Blähungen, Flatulenzen, Durchfall oder Verstopfung können ein Hinweis darauf sein, dass die Probiotika wirken und Veränderungen in deinem Verdauungstrakt hervorrufen. Das bedeutet langfristig - es wird bergauf gehen!

Wie lange dauert es bis Probiotika wirken? ›

Die Wirkung von Probiotika können bereits nach zwei Wochen auftreten, während es bei einigen Personen bis zu sechs Wochen dauern kann. Bei der Auswahl von Probiotika ist es wichtig, auf Qualität und Transparenz zu achten, um hochwertige Produkte zu erhalten.

Was bewirken Laktobazillen im Körper? ›

Laktobazillen sind zudem wichtig für die Funktion der Darmschleimhaut, um die Nährstoffe vom Darm ins Blut zu transportiert und das Immunsystem zu stärken. Bestimmte Lactobacillus-Stämme in Mäusen sollen sogar ängstliches und depressives Verhalten verringern können, wie neuste Studien zeigen.

Warum habe ich keine Laktobazillen? ›

Ursachen für einen Laktobazillen-Mangel im Überblick:

Falsche oder übertriebene Intimhygiene (falsche Wischtechnik, Waschlotionen, die nicht pH-neutral sind, Intimdeos, Scheidenspülungen, nicht-atmungsaktive Unterwäsche aus Kunstfasern und zu enge Kleidung) Einnahme von Antibiotika.

Wie kann man die Darmflora wieder aufbauen? ›

Besonders positiv auf die Darmflora wirken sich aus:
  1. Fermentierte Lebensmittel (zum Beispiel Milchprodukte wie Joghurt oder vergorenes Gemüse wie Sauerkraut)
  2. Ballaststoffreiche Lebensmittel (Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte)
  3. Polyphenolreiche Lebensmittel (viele Sorten von Gemüse, Obst, Kräuter und Gewürze)

Was sind die besten Probiotika für den Darm? ›

Gute Bakterienstämme für deinen Darm
  • Lactobacillus paracasei LC86.
  • Lactobacillus reuteri LR08.
  • Lactobacillus acidophilus LA85.
  • Lactobacillus plantarum Lp90.
  • Lactobacillus rhamnosus LRa05.
  • Lactobacillus casei LC89.

Welche Bakterienstämme sind gut für den Darm? ›

Einige der bekanntesten Bakteriengattungen im Darm sind Laktobazillen, Bifidobakterien, Escherichia (z.B. E. coli), Clostridium, Bacteroides und Streptococcus.

Für was ist Lactobacillus acidophilus gut? ›

Die Bakterien Lactobacillus acidophilus (DDS-1) zeichnen sich durch eine starke entzündungshemmende Wirkung aus und verbessern gezielt Darmbeschwerden durch Laktoseintoleranz.

Welches Probiotika hat die meisten Bakterienstämme? ›

Das Probiotikum Probiona-Komplex von Nature Love enthält mit 20 Bakterienstämmen sehr viele. Andere Probiotika aus unserem Vergleich sind mit 11 bis 22 Stämmen versehen.

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